QR-Codes und DSGVO: wann Daten im Spiel sind
Ein QR-Code ist zunächst nur ein gedrucktes Muster. Datenschutzrechtlich relevant wird nicht der Code, sondern das, was beim Scannen passiert — und ob dabei personenbezogene Daten verarbeitet werden.
Dieser Text ist eine allgemeine Orientierung und keine Rechtsberatung. Im Zweifel kläre den konkreten Fall mit einer fachkundigen Stelle.
Statischer Code: meist unkritisch
Ein statischer QR-Code trägt seinen Inhalt selbst und ruft keinen Zwischendienst auf. Beim reinen Erzeugen und Aufhängen werden keine personenbezogenen Daten Dritter verarbeitet. Auf dieser Seite kommt hinzu: Die Eingaben verlassen deinen Browser nicht, es gibt keinen Server, der URLs oder Kontaktdaten mitliest.
Wann es doch relevant wird
- Dynamische Codes mit Weiterleitung zählen Scans mit und verarbeiten dabei oft IP-Adressen. Das ist eine Verarbeitung, die eine Rechtsgrundlage und einen Hinweis braucht.
- Das Ziel des Codes kann Daten erheben: ein Formular, ein Tracking-Pixel, ein Login. Dafür gelten dieselben Regeln wie für jede Website.
- vCard- oder Kontakt-Codes enthalten personenbezogene Daten. Sie an fremden Personen zu verteilen, braucht eine Grundlage; die eigenen Kontaktdaten weiterzugeben ist unproblematisch.
Praktische Konsequenzen
- Wer nur einen festen Link, ein WLAN oder eine Überweisung als statischen Code druckt, hat in der Regel kein DSGVO-Thema.
- Wer Scans zählen oder das Ziel nachträglich ändern will, wählt einen dynamischen Dienst — und übernimmt dessen Datenschutzpflichten. Was das grundsätzlich bedeutet, steht im Ratgeber statisch oder dynamisch.
- Das Ziel des Codes gehört genauso geprüft wie jede andere Seite: Was wird dort erhoben, und ist das gedeckt?